Praxis für Neuropädie - Klaus Jäckle - Über mich
Praxis für Neuropädie®  Klaus Jäckle - Wir geben den Fähigkeiten und Talenten Ihres Kindes eine Chance!
                 Neuropädie
   Wir geben den Fähigkeiten und Talenten Ihres Kindes 
                      eine Chance!

Was mich bewegt ... 

„Nichts ist so beständig wie der Wandel."  (Heraklit von Ephesos)
"Die große Entscheidung des Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst."
(Albert Schweizer)
 
Klaus Jäckle, Neuropäde und Eigentümer der Praxis für Neuropädie - kompetente Hilfebei Autismus, Asperger, ADS, ADHS, Tourette und mehr.Wenn ich gefragt werde,  warum ich mich als Therapeut um Kinder mit Schwierigkeiten beim Lernen und Verhalten kümmere, besonders um Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und/oder Entwicklungsstörungen, insbesondere um Kinder, die sich im Autismusspektrum befinden oder bei denen ADHS diagnostiziert wurde, dann erzähle ich immer von meinen eigenen Erfahrungen mit Entwicklungsverzögerungen, wie sich das anfühlt und welche Auswirkungen diese auf das gesamte Leben haben können - positive und negative.

Ich erzähle auch über meine Erfahrungen, wie Entwicklungsverzögerungen oder Entwicklungsstörungen aufgeholt werden können, wie darüber hinaus gehende persönliche Entwicklungen bewusst organisiert und gesteuert werden können mit dem Ziel, ein unbeschwertes und glückliches Leben zu leben.

Diese Erfahrungen haben mich zur Überzeugung gebracht, dass es für jeden Menschen mehr gibt, was er verändern oder erreichen kann, als es auf den ersten Blick den Anschein hat, unabhängig von der Situation, in der er sich befindet. Dieser Glaube und dieser Drang nach Veränderung und Entwicklung sind mein Antrieb Kindern zu helfen, sich von den Fesseln ihrer Einschränkungen zu befreien, damit sie ihre Potentiale entfalten können, die in ihnen schlummern.

Gerade beim Autismus wurde lange angenommen, dass man wenig oder eher nichts machen kann, denn Autismus sei genetisch bedingt. Unter anderem durch die Entdeckung der neuronalen Plastizität, also der Formbarkeit des neurologischen Systems, und die Entwicklung von Maßnahmen, wie das neurologische System verändert und mehr und mehr harmonisiert werden kann, stehen mittlerweile Instrumente zur Verfügung, um speziell Autismus und ADHS zu lindern, in manchen Fällen auch zu besiegen. Danach hatte ich lange gesucht und nun endlich gefunden.

Doch viele Eltern kennen diese Möglichkeiten nicht und so vergeht oft wertvolle Zeit, in der den Kindern schon geholfen werden könnte. Denn je früher man mit Unterstützungsmaßnahmen beginnt, um so formbarer ist das neurologische System und um so größer sind die Fortschritte, die erzielt werden können.

Schon in jungen Jahren begab ich mich auf die Suche
danach, wie ich mich verändern und damit weiterentwickeln und wachsen könnte, mich von "Schwächen" befreien. Lange war mir nicht klar, woher dieses Suchen eigentlich stammt, diese Neugier und Offenheit für Neues und Besseres und der Glaube daran, dass ich mein Leben selber bestimmen und in die Hand nehmen kann. Letztlich der Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit von körperlichen und neurologischen Einschränkungen und Einengungen.

Rückblickend war es meine durch die Umstände erzwungene Entwicklungsverzögerung und meine Reaktion darauf: Ich strebte immer danach, diese "Entwicklungsverzögerung" aufzuholen und die Auswirkungen zu beseitigen, um dem dadurch entstandenen Stress zu entkommen.

Woher kam meine "Entwicklungsverzögerung"?

Ich wurde um ein Jahr zu früh eingeschult und zwar mit 5 Jahren, weil damals Schüler fehlten um die Klasse teilen zu können. Das war für mich eindeutig zu früh. Ich war der Jüngste, Kleinste und auch nicht wirklich sportlich. Entwicklungsverzögert eben.

Die Schule bereitete mir zum Teil große Mühe, besonders beim Lesen (heute weiß ich: Die Augenmotorik war noch nicht voll entwickelt), beim Schreiben (heute weiß ich: die Augen-Hand-Koordination war noch nicht voll ausgereift) und auch beim Rechnen (heute weiß ich: bei kleinen Kindern ist das Zusammenspiel zwischen linker und rechter Gehirnhälfte noch nicht ausgereift, außerdem leben sie noch stark in der rechten Gehirnhälfte, also im bildhaften emotionalen Teil des Gehirns und weniger in der linken, logisch-mathematischen Seite).

Meine Schwierigkeiten lagen einfach daran, dass mein Körper, insbesondere mein neurologisches System, noch nicht ausgereift, noch nicht bereit war für Schule. Im Vergleich zu meinen älteren Schulkameraden wirkte ich "entwicklungsverzögert" - und wurde auch so behandelt, nicht nur von den Lehrern, sondern auch von den Mitschülern.
Damals kannte man die Zusammenhänge noch nicht. Deshalb gab es nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause oft Stress, besonders bei den Hausaufgaben und den Übungsdiktaten. Die wirkungsvollste "Fördermaßnahme" aus Sicht meiner Eltern waren, wie damals üblich, immer wieder kräftige Ohrfeigen, was natürlich zu noch mehr Stress geführt hat.
 
Ich spürte am eigenen Leib wie es ist, entwicklungsverzögert zu sein.Ich litt sehr darunter.
 
Insbesondere entwickelte ich Kontaktschwierigkeiten zu meinen Mitschülern, ich zog mich zurück, weil ich mich klein und unvollkommen fühlte. Diese Schwierigkeiten strahlten auch auf andere Lebensbereiche aus. Wäre ich damals diagnostiziert worden, wäre vermutlich eine Form von Asperger Autismus festgestellt worden.

Meine Reaktion darauf war jedoch, alles daran zu setzen, dieses "Manko" aufzuholen, mit allen Mitteln, denn ich wollte es den älteren natürlich zeigen, wollte dazu gehören. Heute würde man das mit ausgeprägter Resilienz bezeichnen. Diese Resilienz, also das Vertrauen ins eigene Selbst, half mir, Stärke zu entwickeln und mich so aus meiner Situation zu befreien.

Diese Resilienz, diesen Mut, dieses "nicht Aufgeben", diese Stärke, diesen Glauben an sich selber und diese Zuversicht ist es, was ich meinen kleinen und großen Klienten vermitteln kann. Auch ihren Eltern, die für ihre Kinder der beste Anwalt sind und oft genug für ihre Rechte und für Verständnis kämpfen müssen.
 
Ich begann also "an mir zu arbeiten". Damals gab es für Entwicklungsverzögerungen noch kaum Unterstützung. So investierte ich als Schüler zunächst einfach nur mehr Zeit und Energie in die Schule. Das war mühsam, doch es ging immer besser, bis ich zu den Besten gehörte, Abitur machte und schließlich Pädagogik studierte und Lehrer wurde. Dabei ging es auch um die psychische und neurologische Entwicklung des Menschen, womit ich mich vertiefend auseinandersetzte und was für mich in meiner heutigen Tätigkeit als Therapeut ein wichtiger Schatz ist.

Im weiteren Verlauf meiner Entwicklung zum Therapeuten lernte ich zunächst Methoden kennen, die konkrete Handlungsanleitungen für persönliche Entwicklungs- und Reifungsprozesse gaben:
So etwa stieß ich auf die HIRT-Methode aus der Schweiz, in der es neben Managementtechniken und Zeitplanung auch um progressive Muskelentspannung nach Jacobson geht und wie damit ganz bestimmte Verhaltensweisen "einprogrammiert" werden können. Aus heutiger Sicht geht es darum, das neurologische System durch körperliche und mentale Aktivierungen positiv zu beeinflussen, um es in eine gewünschte Richtung weiter zu entwickeln.
Die EKS-Strategie (EngpassKonzentrierte Strategie) von Wolfgang Mewes und auch die PALLAS-Seminare gingen in eine ähnliche, vertiefende Richtung.

Die Begegnungen mit der Feldenkrais-Methode ließ in mir die Erkenntnis reifen, dass für eine wirkliche Veränderung und Weiterentwicklung im Leben der Körper und insbesondere das neurologische System als steuernde Einrichtung positiv beeinflusst werden müssen.
Eine 
Veränderung der Geisteshaltung alleine, wie sie bei der Erziehung oder der Pädagogik angestrebt wird, bei Kindern mit Diagnose Autismus wird häufig ABA (Applied Behaviour Analysis) angewendet, reicht in den meisten Fällen nicht aus.
 
Zuerst muss das Fundament, also die Basis für Lernen und Verhalten stimmen.
 
Das neurologische System organisiert und steuert Lernen und Verhalten. Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten (ADHS, LRS, Dyskalkulie, Autismus, Asperger Syndrom, Tourette Syndrom) weisen auf ein noch nicht voll entwickeltes und integriertes neurologisches System hin. HANDLE hilft durch gezielte und organisierte Förderung der Entwicklung  des neurologischen Systems. Erst wenn das Zusammenspiel zwischen dem Körper mit all seinen Muskeln, Drüsen, Organen und dem neurologischen System, also dem Gehirn als Zentrale, dem Rückenmark, den Nervenbahnen und den Wahrnehmungsorganen gut funktioniert, kann Lernen und Verhalten gut und immer besser funktionieren und damit leicht gehen.

Wenn es in diesem feinen System aus Körper und neurologischem System jedoch Unstimmigkeiten und/oder Störungen gibt, oder wenn beide noch nicht optimal entwickelt sind, dann kommt es zu Schwierigkeiten bis hin zu autistischen Verhaltensweisen oder ADHS.
 
Feldenkrais nutzt bei seiner erfolgreichen Therapie die "neuronale Plastizität", obwohl diese erst später wissenschaftlich bewiesen wurde. Darunter versteht man die Fähigkeit des neurologischen Systems, sich den ständig verändernden Gegebenheiten im Umfeld anpassen zu können. Dies geschieht in der Regel zufällig. Sind Stressfaktoren am Werk, wie z.B. Schwierigkeiten bei der Schwangerschaft oder bei der Geburt, Krankheiten, Allergien, Nahrungsunverträglichkeiten oder sonstige Stressoren, dann kann es zu neurologischen "Fehlentwicklungen" kommen, zu Überreaktionen, Unterfunktionen oder Fehlfunktionen, was sich dann durch bestimmte Verhaltensweisen ausdrückt, z.B. Hyperaktivität, Schwierigkeiten bei Sozialkontakten usw.

Durch organisierte, geordnete, langsame und rhythmische Bewegungen entstehen im neurologischen System geordnete Strukturen, die letztlich die Grundlage für harmonische "geordnete" Bewegungen, klares "geordnetes" Denken und Verstehen und für angemessenes "geordnetes" Verhalten sind.

Bei Recherchen im Internet stieß ich zufällig auf Judith Bluestone und ihren Ansatz mit dem Namen "HANDLE" (Holistic Approach to NeuroDevelopment and Learning Efficiency) und ließ mich in den USA zum HANDLE-Therapeuten ausbilden. Mit ihrer Methode hat Judith Bluestone eine Möglichkeit geschaffen, wie durch ganz gezielte körperliche und mentale Aktivitäten Einfluss auf den Körper und insbesondere auf die Struktur und Funktion des neurologischen Systems genommen werden kann. Sie hat ihren Ansatz aus eigener Erfahrung heraus, durch ihr Universitätsstudium der Neurowissenschaften und durch ihre praktischen Tätigkeiten als Therapeutin heraus entwickelt.
 
Ich war begeistert und bin es bis heute. Das war für mich der Schlüssel, nach dem ich lange Jahre gesucht hatte. Auch für mich selber. Eine Möglichkeit zu haben, mit der man direkt Einfluss auf den Aufbau und die Struktur des neurologischen Systems nehmen kann, durch körperliche und mentale Übungen, es dadurch weiter entwickelt, besser integriert und damit reorganisiert.

Ich ergänzte HANDLE um meine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse aus meinem Studium der Pädagogik, meiner täglichen Praxis als Lehrer, der Hirt-Methode, der EKS-Strategie und dem PALLAS-Seminar und entwickelte den Ansatz weiter zur Therapieform NEUROPÄDIE.

Damit kann ich als Therapeut heute Kindern und Jugendlich in ihrer Weiterentwicklung helfen, insbesondere wenn sie mit Diagnosen wie AD(H)S oder Autismus oder Asperger-Syndrom zu kämpfen haben.
Mein eigenes Streben und Suchen nach Möglichkeiten der bewussten und organisierten Veränderung durch Weiterentwicklung des neurologischen Systems hat sich erfüllt und bereits seit mehreren Jahren kann ich andere Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, daran teilhaben lassen, so dass sie ihre eigenen Schwierigkeiten und Blockaden überwinden können.
 
Meine anfängliche "Entwicklungsverzögerung" hat sich in ihrer Wirkung ins Positive gewendet. Ich erhielt dadurch die Möglichkeit, besonders junge Menschen von ihren zum Teil großen Schwierigkeiten zu befreien und damit zu ihrem Lebensglück beizutragen. Ich bin selber Elternteil und weiß, wie segensreich das Glück des Kindes auch für das Glück der Eltern ist.
 
Meine Vision ist, durch mein Wirken als NEUROPÄDE dazu beizutragen, dass sich andere Menschen aus ihren körperlichen und neurologischen Begrenzungen und Zwängen befreien können um das Leben leben zu können, das sie sich wünschen.
 

Danke für Ihr Interesse


Klaus Jäckle